Atherosklerose
Die Zahlen sind alarmierend: Herzkreislauferkrankungen sind mit 48% die weitaus häufigste Todesursache in der Bundesrepublik Deutschland. Obwohl die Medizin in der Diagnose und Therapie kontinuierlich Fortschritte macht, führen insbesondere koronare Herzkrankheiten, wie beispielsweise der Herzinfarkt und Schlag-anfall, die traurige Statistik in allen Industrienationen seit Jahren an. Die Weltgesundheitsorganisation WHO ist allerdings auch der Ansicht, dass 50% dieser Todesfälle durch vorbeugende Maßnah-men zu verhindern wären.
Wie kommt es zum Infarkt? Um die prognostizierte Entwicklung der internationalen Mortalitätsstatistik zu stoppen, muß man an der Ursache koronarer Herzkrankheiten ansetzen: der Atherosklerose (Arterienverkalkung). Sie entsteht, wenn sich Fett in den Innenwänden der Arterien ablagert. Die sich so bildende Plaque kann zur Verengung im Blutkanal (Stenose) führen, die den Blutfluss beeinträchtigt. Entgegen der vielfach vorhandenen Vorstellung ist diese Beeinträchtigung jedoch zumeist nicht die Ursache des Infarktes. Das koronare Ereignis wird durch das Aufreißen einer Plaque ausgelöst: Die Gerinnung wird aktiviert und bildet ein Blutgerinnsel. Dieser Thrombus ist es, der die Blut- und damit die Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr verhindert. Verstopft er die Koronararterie des Herzens, kommt es zum Infarkt.
Risikofaktoren der Atherosklerose Die Hauptrisikofaktoren der Atherosklerose sind neben der genetischen Veranlagung auch individuell beeinflussbare Faktoren wie Übergewicht und Bewegungsmangel. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Zu den ursächlichen Risikofaktoren zählen ferner Bluthochdruck, Rauchen und Diabetes. |