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Präeklampsie

Etwa 5 Prozent aller Schwangerschaften in Westeuropa sind durch hypertensive Krisen begleitet, die zu Bluthochdruck, Ausbildung von Ödemen und einer erhöhten Ausscheidung von Proteinen im Urin führen. Die Patientinnen klagen zudem oft über Schwindelattacken und Kopfschmerzen.

Die Ursachen der Präeklampsie sind noch nicht genau geklärt, symptomatisch kommt es aber zu Fehlentwicklungen der Blutgefäße in der Plazenta. Neben dem Anstieg des Blutdruckes und die Veränderung der Proteinausscheidung in der Niere ist häufig auch eine Veränderung im Lipidstoffwechsel diagnostizierbar sowie eine endotheliale Dysfunktion. Ebenso kann das Gerinnungssystem negativ beeinflusst sein. Die beschriebenen Symptome führen bei betroffenen Patientinnen oftmals zu einer Ischämie der Plazenta und damit zu Frühgeburten; sogar zu einem so frühen Zeitpunkt, dass die Föten nicht mehr durch die pränatale Medizin am Leben gehalten werden können.

Eine Arbeitsgruppe am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München Campus Großhadern um Prof. Dietrich Seidel in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe gingen der Idee nach, mit derH.E.L.P.-Apherese bei betroffenen Patientinnen die Ischämie der Plazenta zu verringern und die Funktionalität der Niere zu verbessern und somit eine Frühgeburt soweit hinauszuzögern, bis der Fötus lebensfähig sein würde.

Bei der Mehrzahl der Studienteilnehmerinnen konnte tatsächlich über die Behandlung mit H.E.L.P. ein frühzeitiger Spontanabort verhindert werden. Die Föten kamen zu einem Zeitpunkt zur Welt, an dem durch weitergehende pränatale Maßnahmen das Kind am Leben blieb.